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„Natürlich sind auch Tränen geflossen“

Toller Bericht von Sebastian Hör (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit VG Rülzheim)

Wie der TSC Royal mit der Corona-Krise umgeht

Die Hotels sind gebucht, die Vorfreude ist riesig – nach der Krönchengarde, die sich für die Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in Erfurt qualifiziert hat, wollen die Princess- und die Royalgarde nachziehen. 120 Personen insgesamt peilen den großen Saisonhöhepunkt in der thüringischen Landeshauptstadt an. Doch dann schlägt das Corona-Virus zu: Alle Veranstaltungen werden abgesagt. „Natürlich sind auch Tränen geflossen“, beschreibt die Vorsitzende des TSC Royal, Manuela Wünschel, die Gefühlslage.

Bis zuletzt habe man gehofft, dass die Veranstaltung doch über die Bühne geht, im ersten Schritt waren nur Großveranstaltungen abgesagt worden. Doch relativ schnell kristallisierte sich heraus, dass die Tanzsportsaison 2019/2020 ein abruptes Ende nimmt – wie bei fast allen anderen Sportarten auch. Die Süddeutschen Meisterschaften für die Krönchengarde fand noch statt – für die sich der Verein das Einverständnis der Eltern einholte – für die Princess- und Royalgarde nicht mehr.

„Es ging Schlag auf Schlag. Donnerstags haben wir noch gemeinsam trainiert und haben versucht, die Kinder und Jugendlichen zu beruhigen, die dem Saisonabschluss ja entgegengefiebert haben. Wir wollten als Gruppe dann einen gemeinsamen Saisonabschluss machen, aber dann trat am 20. März die 3. Bekämpfungsverordnung mit der Kontaktsperre in Kraft“, erinnert sich Manuela Wünschel.

„Wir waren schon sehr traurig, man arbeitet ja das ganze Jahr über auf diesen Höhepunkt hin und fiebert den Deutschen Meisterschaften entgegen. Natürlich haben wir verstanden, warum alles abgesagt werden musste, traurig waren wir aber trotzdem“, sagt Theresa Wünschel, die in der Princessgarde tanzt. Der Bund Deutscher Karneval (BDK), Ausrichter der Wettkämpfe, wollte die Deutschen Meisterschaften zunächst in den Juni verschieben, schnell stellte sich jedoch heraus, dass auch dieser Termin nicht gehalten werden kann.

„Wir wussten lange Zeit nicht, woran wir sind und wie das funktionieren soll. Training war ja nicht mehr möglich, zudem kommt es Ende Mai, am Saisonende, zum altersbedingten Gruppenwechsel. Das hätte die Vorbereitung erheblich verkompliziert“, so Maria Wünschel, die die Princessgarde trainiert und Jugendwartin des Vereins ist. Anfang April fiel dann die Entscheidung des BDK, die Meisterschaften abzusagen. Auch organisatorisch eine Herausforderung, denn die Hotels waren bereits gebucht – und eine Stornierung eine Woche vor der Veranstaltung wäre in normalen Zeiten mit einer satten Stornogebühr verbunden gewesen. Die gab es nicht – und auch die örtlichen Busunternehmen seien sehr entgegenkommend gewesen, betont Manuela Wünschel. Sie sei erleichtert gewesen, denn die Übernachtungskosten tragen die Vereinsmitglieder selbst – und machen die Meisterschaften im Normalfall zu einem Event für die ganze Familie.

Durch das Virus kam – wie andernorts auch – sämtliche Vereinsaktivität zum Erliegen. Vier bis fünf Wochen ging nichts beim TSC, einem der mitgliederstärksten und aktivsten Vereine der Kulturgemeinde Rülzheim. Zwischenzeitlich nähten viele Vereinsmitglieder Alltagsmasken für die Aktion „Brot für Dich“, um sich zu beschäftigen und die Gemeinschaft zu unterstützen. Ende April fanden die Trainerinnen und Trainer dann – in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt – eine Lösung zum Online-Training: „Maximal zwei Personen können sich gleichzeitig im Vereinsheim aufhalten, von dort senden wir unser Online-Training“, so Maria Wünschel.

Ersetzen kann das Online-Training die üblichen Prozesse dabei nicht: Einzelne Schrittfolgen zu üben sei möglich, eine Choreographie dagegen nicht. Und das nicht nur, weil dazu räumliche Nähe unabdingbar ist, sondern auch aus technischen Gründen: „Wenn Bild und Ton asynchron laufen, was ja durchaus vorkommen kann, dann lernt man eventuell die Schritte falsch oder bekommt Anweisungen nicht richtig mit“, erklärt Theresa Wünschel. Derzeit stehen die Trainerinnen und Trainer des TSC vor der Kamera und halten quasi Monologe an ihre Gruppen. Sie geben den Tänzerinnen Hausaufgaben mit und geben per Sprachnachricht Rückmeldung.

Das Online-Training mag seine Nachteile haben, einen Vorteil für die Zeit nach Corona hat es aber auch, wie Theresa Wünschel feststellt: „Die Trainer sehen nicht nur die Gruppe, sondern jeden einzelnen von uns und können uns so besser sagen, wo wir uns verbessern können. Außerdem kann man sich Choreos und neue Schritte mehrfach ansehen und es ist einfacher, etwas nachzuholen, wenn man ein Training verpasst hat.“

Auf die Lockerungen für den Indoor-Sport freuen sich Trainerinnen und Trainer und Tänzerinnen gleichermaßen, obwohl: „Aufgrund der Auflagen, die es dazu geben wird hinsichtlich der Gruppengröße und maximaler Anzahl von Personen ist unser Vereinsheim für einige Gruppen voraussichtlich zu klein. Möglicherweise müssen wir auf größere Räumlichkeiten ausweichen“, schätzt Manuela Wünschel. Die Turniersaison ist vermutlich trotzdem beendet: „Der Start der Turniersaison ist zwar derzeit nur von September auf November verschoben, aber es ist ja noch gar nicht klar, wie es bis dahin aussieht. Und sollte die Saison erst im Januar 2021 starten, ist die Zeit bis zu den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften denkbar knapp“, so Maria Wünschel.

Trotzdem: Der TSC Royal freut sich, endlich wieder trainieren zu dürfen – und bis dahin gilt: #xundbleiwe.

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